14.Oktober.2010, Rom
Heute in der U-Bahn saß eine Frau neben mir. Ich musste an Dich denken, weil sie genau wie Du, das Buch in dem sie las, sehr sorgsam in Zeitungspapier eingewickelt hatte - um es vor den Spuren des Alltags zu schützen.
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Auf dem Weg zur U-Bahn Station, lief weit vor mir eine Frau, deren Kleidung mir aufgefallen war. Etwas lies mich nicht wegschauen - ihr Körper - der sich durch den zarten Stoff ihres schwarzen Kleides sehr genau abzeichnete. In dieser Faszination, lief ich etwas schneller um sie besser beobachten zu können, um ihr näher zu sein. Ihr Gang, sehr bedacht, als probe sie zu Haus vor einem Spiegel, das Gehen in neu gekauften Schuhen.
Aufgehalten vom Kauf eines Tickets verlor ich sie schließlich aus den Augen und sah sie erst wieder, als ich am oberen Ende, sie am unteren Ende der Rolltreppe einen Schritt nach vorne machte und so, auf festem Boden angekommen in die U-Bahn stieg - ohne ein Gesicht davon fuhr.